Geschichte

Geschichte

EIN HAUS · VIELE JAHRHUNDERTE

Geschichte Hotel Toscana Naumburg – seit 1525

Die Geschichte Hotel Toscana Naumburg reicht viele Jahrhunderte zurück. Das historische Haus im Herzen von Naumburg wurde bereits im Jahr 1525 erwähnt. Bis heute sind im Gebäude zahlreiche Spuren vergangener Epochen erhalten und für unsere Gäste erlebbar.

1525 erste Erwähnung
1558 Neugestaltung
1991 historische Funde
2010 Familie Khulusi
Geschichte Hotel Toscana Naumburg
HISTORISCHES HAUS IN NAUMBURG Jahrhunderte Geschichte unter einem Dach
1525
DIE ANFÄNGE

Geschichte Hotel Toscana Naumburg – die Anfänge

Willkommen im historischen Haus Toscana in Naumburg, dessen Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Erstmals 1525 erwähnt, erlebte das Haus unter dem renommierten Stadtschreiber und Chronisten Nikolaus Krottenschmidt im Jahr 1558 eine umfassende Neugestaltung.

Krottenschmidt, der die Würde eines Kaiserlichen Pfalzgrafen erlangte, verstarb am 15. Oktober 1561 und fand seine letzte Ruhe in der St.-Wenzels-Kirche, nur einen Steinwurf vom Ratsstuhl entfernt.

Seine Tochter Barbara, verheiratet mit dem Bürgermeister Dr. Valerius Wacke, erbte das Anwesen und setzte die faszinierende Geschichte des Hauses fort.

Bis 1717 blieb das Anwesen in den Händen der Familie Wacke, bevor es in den Besitz des Konrektors der Maria Schulze überging. Danach gehörte es lange Zeit dem Seifengießermeister Schladebach.

1558
NIKOLAUS KROTTSCHMIDT

Ein historisches Zeugnis aus dem Jahr 1558

Ein besonders bedeutendes Zeugnis der Geschichte Hotel Toscana Naumburg befindet sich am Türsturz zum Turmaufgang aus Wendelstein. Dort ist bis heute eine historische Inschrift erhalten.

„NIC: KROTSCHMITT. CC: ET LL: DOCTOR COMES. PALAT. SIBI.ET POSTERIS FIERI.FECIT M.D. LVIII.“

Übersetzt:

„Nikolaus Krottschmidt, Doktor beider Rechte (und) Pfalzgraf (kaiserlicher Hofrichter), ließ (dieses Haus) für sich und seine Nachkommen errichten“ und „1558“.

Diese erhaltene Inschrift verbindet das heutige Hotel unmittelbar mit seiner jahrhundertealten Vergangenheit. Sie gehört zu den besonderen historischen Details des Hauses.

1763
DIE HISTORISCHE HAUSMARKE

Das Reliefkleeblatt wird zum Symbol des Hauses

Nachdem das Anwesen bis 1717 im Besitz der Familie Wacke geblieben war, wechselten im Laufe der folgenden Jahrzehnte die Eigentümer. Lange Zeit gehörte das Haus dem Seifengießermeister Schladebach.

Im Jahr 1763 prägte er dem Anwesen ein Reliefkleeblatt als Hausmarke ein. Dieses historische Zeichen ist bis heute erhalten und gilt als charakteristisches Symbol unseres Hotels.

Nach dem Tod des letzten Besitzers Johann Georg Schladebach wechselte das Haus erneut den Eigentümer. Zu den späteren Besitzern gehörten Johanna Dorothea Hermine Erhardt und anschließend der Weinhändler Paul Wagner.

MEHR ALS FÜNF JAHRHUNDERTE

Geschichte Hotel Toscana Naumburg im Überblick

1525

Erste Erwähnung

Das historische Anwesen wird erstmals erwähnt.

1558

Nikolaus Krottenschmidt

Das Haus erfährt unter Nikolaus Krottenschmidt eine umfassende Neugestaltung.

1717

Ende der Zeit der Familie Wacke

Nach langer Zeit im Besitz der Familie Wacke beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Anwesens.

1763

Das Reliefkleeblatt

Das Reliefkleeblatt wird als Hausmarke eingeprägt und prägt das Haus bis heute.

1875

Weinhandlung und Weinstube

Paul Wagner richtet eine Weinhandlung und Weinstube im Haus ein.

1928

Coburger Hofbräu

Wagners Sohn Willi gestaltet den Betrieb zur Gaststätte „Coburger Hofbräu“ um.

1990

Restaurant mit Hotelbetrieb

Beate Galander erwirbt das Gebäude und renoviert es zu einem Restaurant mit Hotelbetrieb.

1991

Historische Entdeckungen

Bei den Umbauarbeiten werden historische Wandmalereien entdeckt und gesichert.

2010

Familie Khulusi

Die Kaufmannsfamilie Khulusi erwirbt das Objekt und saniert das historische Gebäude grundlegend.

1875
WEIN & GASTRONOMIE

Von der Weinhandlung zum „Coburger Hofbräu“

Im Jahr 1875 richtete der Weinhändler Paul Wagner eine Weinhandlung und Weinstube ein. Damit begann ein weiteres Kapitel der gastronomischen Nutzung des historischen Gebäudes.

Im Jahr 1928 wurde der Betrieb von seinem Sohn Willi zur Gaststätte „Coburger Hofbräu“ umgestaltet.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts erlebte das Gebäude verschiedene Namensänderungen und Transformationen. Ein Jahr nachdem es in den Besitz von Albert Fehlkamm überging, wurde der Volksmundstitel „Zum schweren Wagner“ in „Nürnberger Patrizier Bräu“ umgewandelt.

20. JAHRHUNDERT

Von der „Topfmarktklause“ zum Delikatladen

In den späten Fünfzigerjahren, als Patrizier nicht mehr populär war und bayerische Biere schwer zu bekommen waren, benannte die Handelsorganisation (HO) die nunmehr „volkseigene“ Gaststätte in „Topfmarktklause“ um.

Die staatliche Organisation verwandelte das Restaurant schließlich in ein „Noble“-Geschäft, einen Delikatladen. Damit erlebte das historische Haus erneut eine vollkommen andere Nutzung.

Trotz der zahlreichen Veränderungen blieb historische Bausubstanz erhalten. Sie bildet heute einen wichtigen Teil des besonderen Charakters des Hauses.

1990
BEWAHREN STATT ERSETZEN

Restaurierung der historischen Bausubstanz

Im Jahr 1990 erwarb Beate Galander das Gebäude und renovierte es zu einem Restaurant mit Hotelbetrieb. Bei diesem Umbau lag der Fokus auf der Erhaltung der historischen Merkmale des Hauses.

Die kunstvollen Holzdecken wurden restauriert und bewahrt, ebenso wie die Sandsteinelemente an Türen und Fenstern. Dadurch ist heute noch die Inschrift auf dem Türsturz zum Turmaufgang aus Wendelstein lesbar.

Diese sorgfältige Renovierung bewahrte wichtige Teile der historischen Pracht des Hauses und ermöglicht es Gästen heute, in die Geschichte des Gebäudes einzutauchen.

1991
EIN BESONDERER FUND

Historische Wandmalereien werden entdeckt

In der zweiten Etage des Gebäudes wurde eine beeindruckende Schließvorrichtung aus dem 16. Jahrhundert bewahrt. Während des Umbaus im Jahr 1991 wurden außerdem faszinierende Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert entdeckt und sorgfältig hinter Glas geschützt.

Die Fragmente repräsentieren Überreste zweier übereinanderliegender Malereien aus dem 16. beziehungsweise 17. Jahrhundert, die während der Renovierung ans Licht kamen.

KUNSTHISTORISCHE SPUREN

Grisaille und historische Architekturmalerei

Die unterste Schicht zeigt Ornamente in verschiedenen Grautönen, ausgeführt in der Grisaille-Technik.

Darüber befindet sich eine Architekturmalerei in ockerfarbenen Tönen mit schwarzen Konturen. Säulen mit angedeuteten Kapitellen flankieren die Seiten des Gewändes. Die zentralen Linien an der Decke des Türgewändes erwecken den Eindruck eines gewölbten Abschlusses.

Bemerkenswert ist die asymmetrische Platzierung des illusionistischen Gewölbescheitelpunkts. Diese historischen Details vermitteln bis heute einen Eindruck davon, wie das Gebäude in vergangenen Jahrhunderten gestaltet war.

ORIGINAL STATT REKONSTRUKTION

Bewahrung historischer Zeitzeugen

Im Jahr 1991 wurden die mehrfach übermalten und teilweise stark beschädigten Malereifragmente gereinigt, partiell gefestigt und freigelegt.

Ziel war nicht die Rekonstruktion, sondern vielmehr die Bewahrung dieser Zeitzeugen vor weiterer Zerstörung. Gerade dadurch können Besucher noch heute originale Spuren verschiedener Epochen im Gebäude entdecken.

Die erhaltenen Holzdecken, Sandsteinelemente, Wandmalereien und historischen Inschriften tragen zur besonderen Atmosphäre und Geschichte dieses Hauses bei.

2010
EIN NEUES KAPITEL

Die Familie Khulusi übernimmt das historische Haus

Im Jahr 2010 erwarb die Kaufmannsfamilie Khulusi das Objekt und sanierte das historische Gebäude grundlegend.

Bei der Sanierung und Gestaltung wurde darauf geachtet, das Ambiente an den historischen Charakter und das Alter des Hauses anzupassen. Auf diese Weise verbindet das heutige Hotel Toscana die erhaltenen Spuren seiner Vergangenheit mit einem zeitgemäßen Hotel- und Restaurantbetrieb.

Die Geschichte Hotel Toscana Naumburg findet sich deshalb nicht nur in alten Dokumenten. Sie ist an vielen Stellen des Gebäudes bis heute sichtbar.

GESCHICHTE ERLEBEN

Geschichte Hotel Toscana Naumburg heute erleben

Tauchen Sie ein in die bewegte Geschichte unseres Hotels und erleben Sie die Spuren vergangener Epochen inmitten eines zeitgemäßen und gastfreundlichen Ambientes.

Wer heute im Hotel Toscana übernachtet oder unser Restaurant besucht, befindet sich in einem Gebäude, dessen Entwicklung über Jahrhunderte eng mit der Geschichte Naumburgs verbunden ist.

Weitere Informationen über Naumburg, seine Sehenswürdigkeiten und die historische Altstadt finden Sie auf der offiziellen Internetseite der Stadt.